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Tete Loeper

Shut up and hide!

€19.00

Weiterleben, wenn man alles verloren hat – Tete Loepers bewegende Erinnerungen an ihre Kindheit in Ruanda


»Mama ... warum gibt es keine Bilder von dir, als du klein warst?«, wird Tete Loeper eines Tages von ihrer kleinen Tochter zu Hause im Schwarzwald gefragt. Da begreift sie, dass sie sich den Ereignissen ihrer Kindheit stellen muss – um ihren Kindern Antworten zu geben und Wege zu finden, aus ihrem Schatten hinauszutreten.

Sie reist nach Ruanda, um gemeinsam mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern den Erinnerungen an die Kindheit während eines Genozids nachzuspüren und ihre Geschichte aufzuschreiben.

Aus der Perspektive eines Kindes erleben wir, was es heißt aus kindlicher Unbeschwertheit gerissen zu werden und Krieg, Verlust und Angst zu erleben. Loeper macht deutlich, was das für eine Kindheit bedeutet und dokumentiert die Schrecken, den Schmerz und den langen Heilungsprozess. Sie erinnert eindringlich daran, wie wichtig es ist, den Opfern zu gedenken und die Stärke der Überlebenden sichtbar zu machen und anzuerkennen.

 

»Tete Loeper ist eine ruandische Autorin, Schauspielerin und Bildungsreferentin, die als kleines Kind den Genozid an den Tutsi überlebt hat. 2016 kam sie nach Deutschland. Nach ihrem 2022 veröffentlichten Roman "Barfuß in Deutschland" hat sie mit "Shut up and Hide!" nun ihre kurzen, aber eindringlichen Erinnerungen an das Überleben vorgelegt. […] Mit diesen Memoiren erklärt Tete Loeper ihren Kindern und sich selbst, dass das Böse oft im allzu menschlichen Gewand daherkommt. Dass das Böse einen ohne Schuld heimsucht. Und dass es Menschen, Nachbarn, Kollegen, manchmal sogar Freunde sind, die diesem Bösen ihr Gesicht geben. […] In seinem Nachwort stellt der ruandische Filmemacher Kivu Ruhorahoza ganz richtig heraus, was dieses Buch ist, kein politisches Sachbuch, kein abgeklärter Bericht einer Erwachsenen, sondern die Geschichte eines Kindes, dessen Leben auf grausame Art auf den Kopf gestellt wurde.« Benita Bethmann, Perlentaucher

»Dieses Buch zeigt, dass Kinder, die ihre Traumata nicht in Worte fassen können, oft eine noch schwerere Last tragen. Beim Lesen sollten Sie nicht nur auf die Worte achten, sondern auch auf die Stille zwischen den Zeilen: die Angst, den Verlust und das Überleben.« Kivu Ruhorahoza, ruandischer Filmemacher.


© Alex Wernet

Tete Loeper wurde 1990 in Ruanda geboren, floh während des Völkermords an den Tutsi und lebte in Burundi und im Kongo im Exil. In Ruanda arbeitete sie unter anderem in Forschungsprojekten mit gefährdeten Mädchen und jungen Frauen und leitete Workshops für kreatives Schreiben. Seit 2016 lebt sie in Deutschland und ist als Autorin, Schauspielerin und Bildungsreferentin für interkulturellen Austausch und globales Lernen tätig. Darüber hinaus ist Tete Loeper Mitbegründerin von Sisters for Sustainable Impact (SISI), einem Sozialunternehmen mit Sitz in Ruanda, das benachteiligte Frauen in ländlichen Gebieten durch Aufklärung in den Bereichen Gesundheit, Landwirtschaft und Finanzwissen stärkt. Außerdem ist sie Vorstandsmitglied von The Grey Stories e.V., einer gemeinnützigen Organisation, in der Künstlerinnen aus Deutschland, Ruanda, Bosnien-Herzegowina und Burundi zusammenarbeiten.

Seiten: 96
Reihe: welt bewegtbiografie bewegtafrika bewegt